Der Verlierer

In meinem Kopf begann sich langsam alles zu drehen. Ken, Ray, Kevin und ich selbst hatten uns mal wieder einen schönen Männerabend gegönnt, mit allem was so dazugehört: Poker, Bier, Zigarren. Vielleicht hatten wir alle ein wenig zu viel Bier getrunken, denn ein richtiges Pokergesicht konnte keiner von uns mehr vorweisen. 
Die Pokerrunde war mittlerweile zu einer lockeren Witzelrunde mutiert. Auf meiner Hand befanden sich drei Zehner, eine Sieben und ein Ass. Nicht gerade die Karten, auf die man sein letztes Geld setzt, aber ich tat es dennoch. Ich legte meinen letzten Zehner in die Mitte des Tisches und war nicht einmal enttauscht, als Ray sein Full House aufdeckte und satte 40 Mark aus der Tischmitte griff und in seine Hosentasche steckte. Ken begann schon wieder neue Karten auszuteilen. 

„Ne, ne, Jungs, lasst es jetzt mal gut sein.“, sagte ich leicht verlegen, „Ich habe keinen Pfennig Bargeld mehr, lasst uns einfach noch ein paar Bier trinken und die Runde dann beenden.“ Ich hob die Karten dennoch auf. „Ach komm schon.“, erwiderte Kevin, „Setz halt irgendwas anderes!“ Vier Könige. „Genau.“, fiel Ray ein, „Wie wäre es mit Deiner Freundin?“ 

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